Sonderausstellung
31. Mai 2026 – 23. August 2026
Von Brehm bis Browser - Wissen im Wandel
Titel: Von Brehm bis Browser – Wissen im Wandel
Wie haben Kinder früher Wissen entdeckt – und wie heute?
Diese kleine Ausstellung zeigt die spannende Entwicklung von Bilderbüchern und Lexika, von den Thüringer Pionieren Brehm, Bertuch und Duden bis zur digitalen Recherche im Browser.
Immer wieder zeigt sich in der Ausstellung von Brehms Welt: Während ältere Generationen Namen wie Brehm und seine Bücher noch kennen, ist dies bei Grundschulkindern heute nicht mehr der Fall. Auf die Frage, wie sie recherchieren, nennen sie meist Handy, Tablet oder Internet. Doch das Wissen, das sie dort finden, entsteht nicht einfach aus dem Nichts – es basiert auf verlässlichen Quellen und jahrhundertelanger Wissenssammlung.
Genau hier setzt die Ausstellung an: Sie lädt dazu ein, an den Anfang der Wissensvermittlung zurückzureisen und zu entdecken, wann und durch wen frühe Lexika und Bilderbücher entstanden sind. So wird verständlich, wie sich der Prozess des Wissenserwerbs und der Recherche über die Zeit entwickelt hat – vom gedruckten Buch bis zum digitalen Browser.
Alfred Brehm, Friedrich Justin Bertuch und Konrad Duden waren drei maßgebliche Persönlichkeiten mit starken Wurzeln in Thüringen, die auf diesem Weg bedeutend waren. Brehm wurde in Renthendorf, heute Thüringen geboren, entdeckte und lebte seine Naturleidenschaft in der Region. Seine Werke richteten sich an die breite Gesellschaft und nicht ausschließlich an Wissenschaftler. Bertuch und Duden hingegen schufen Nachschlagewerke speziell für Kinder: Bertuchs „Bilderbuch für Kinder“ und Dudens frühe Sprachwerke waren darauf ausgelegt, junge Leser*innen spielerisch und verständlich an Sprache und Wissen heranzuführen.
Eine besondere Zusammenarbeit verbindet die Mal- und Zeichenschule Weimar, das Stadtmuseum Weimar (im ehemaligen Bertuch-Verlagshaus), das Museum „Brehms Welt – Tiere und Menschen“ sowie die 4. Klasse der Pestalozzigrundschule Weimar. Gemeinsam haben sie sich intensiv mit dem Thema Lexikon und dem Thema Wald beschäftigt und eigene Hefte gestaltet. Inhaltlich wurden sie dabei von Försterinnen und Förstern des Forstamts Jena-Holzland. Die Ergebnisse dieser kreativen Auseinandersetzung sind ebenfalls Teil der Ausstellung.
Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eigene Ideen, recherchierten zu ausgewählten Themen und gestalteten eigene Buchbände. Ihre Ergebnisse sind nicht nur Ergänzung, sondern bewusst integrierter Bestandteil der Ausstellung. So wird die Ausstellung selbst zu einem Ort der Beteiligung: Kinder setzen sich aktiv mit Formen der Wissensvermittlung auseinander und schreiben gewissermaßen ein eigenes und vor allem analoges Kapitel in der Geschichte des Lexikons.
In der Ausstellung werden noch ein für den Druck künstlerisch bearbeiteter historischer Lithographiestein, ein Bleiset für den Druck, ein Brieföffner und Stift, Schreibset, Federhalter und Stiftbehälter aus Holz sowie Lineal aus der Familie Brehm sowie Bände von Konrad Duden, Justin Bertuch, Meyers Conversationslexikon, verschiedener Tierlexika und natürlich die eigens gestalteten Bände der Kinder zu sehen sein.




